Aufregender Alltag der Tierinspektoren

Interview mit Tierinspektorin O.:

Frage: Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf und wie lange sind Sie bereits Tierinspektorin?

Antwort: Seit über acht Jahren bin ich Tierinspektorin und am besten gefällt mir, dass man Tieren z.T. sofort helfen kann und Halter, die es nicht besser wissen, über die artgerechte Haltung und Pflege ihrer Tiere aufklären kann.

Und gleich die Gegenfrage: was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf nicht?

Antwort: In gravierenden Fällen hat man ohne das Veterinäramt keinerlei Handhabe, um sofort zu handeln, das Tier zu beschlagnahmen, mitzunehmen und ins Tierheim zu bringen. Es sei denn, es handelt sich um ein vermitteltes Tier aus dem Tierheim. Dann haben wir laut Vertrag die Befugnis, das Tier zurückzuholen.

Frage: Wenn Sie tagtäglich so viel Elend, Menschliches wie Tierisches, miterleben, wie gehen Sie damit um?

Antwort: Bei schlimmen Fällen kann ich ganz schlecht abschalten und nehme den Fall mit nach Hause, denke drüber nach, warum es so weit gekommen ist, was dazu geführt hat und wie man das beste draus machen kann. Das nimmt mich emotional manchmal ganz schön mit.

Frage: Was war das schönste Erlebnis, das Sie bisher in Ihrem Beruf hatten?

Antwort: Wenn man es z.B. geschafft hat, ein Tier durch seine Arbeit ins Tierheim zu bekommen und in gute Hände weiter zu vermitteln. Und es dann bei Nachkontrollen wiedersieht, voller Lebensfreude nach dem, was es durchmachen musste.

Frage: Und welches das schlimmste?

Antwort: Man weiß nie, wie lange die Tiere schon unter den schlimmen Bedingungen, unter denen man sie vorfindet, gehalten wurden, wie lange der Zustand schon anhält? Halbtote, abgemagerte, verwahrloste oder misshandelte Tiere vorzufinden, ist für mich ein Albtraum.

Ihre Ansprechpartner sind: Frau Marnetté und Herr Possekel, die Sie sind in der Woche jzwischen 8:00 und 16:30 Uhr unter der Rufnummer (0511) 973398 - 0 erreichen. Unsere Tierinspektoren erreichen Sie mittwochs zwischen 9:00 und 11:00 Uhr unter der gleichen Telefonnummer.