Historie - Die Gründung des Tierschutzverein Hannover

Am 16. Mai 1844 gründete Pastor Hermann Wilhelm Bödeker den "Thier-schutzverein der Königlichen Residenzstadt Hannover". Viele honorige Bürger gehörten dem "Verein gegen Thierquälerei" - wie man ihn zunächst nannte - an. Seit seinem Bestehen kann unser Verein auf viele Erfolge in seinem Eintreten für den Schutz der Tiere hinweisen. Doch trotz dieser positiven Ergebnisse seiner Arbeit für unsere Mitgeschöpfe müssen wir heute feststellen, dass sich an dem Verhalten vieler Mitmenschen gegenüber den Tieren nur wenig oder nichts geändert hat. Dabei geht es nicht nur um die tierquälerische Massentierhaltung, sondern ebenso um Heimtiere, die oft nicht art- und tierschutzgerecht gehalten werden.
Der praktische Tierschutz vor Ort wird von der Tierschutzinspektion geleistet. Dabei geht es um die Verfolgung von Tierquälereien, mangelhaften Tierhaltungen oder Tiere, die in Not geraten sind und Hilfe bedürfen. Meist wird der Tierschutzverein durch Meldungen aufmerksamer Mitbürger oder auch durch Hilferufe der Polizei mobilisiert.
Viele Menschen wissen gar nicht, wie sie ihr Tier art- und tierschutzgerecht halten sollen, weil sie die artspezifischen Bedürfnisse ihres Tieres nicht kennen. Hier hilft meistens ein aufklärendes Gespräch und die Übergabe von Informationsmaterial. Nur wenn sich ein Tierhalter uneinsichtig zeigt, wird das zuständige Veterinäramt eingeschaltet. In schweren Fällen von Tierquälerei oder Mißhandlung werden Ordnungswidrigkeiten- oder Strafanzeigen erstattet. Diese setzen eine intensive Ermittlung und Bewertung des Sachverhalts mit Zeugenaussagen, Zeugenbenennung, Sicherung von Beweismitteln und ggf. Einholung von gutachterlichen Stellungnahmen voraus. Aber nicht nur diese Aufgaben werden vom Tierschutzverein bewältigt.

 

  • So helfen wir in Not geratenen Tieren
  • nehmen wir entlaufene oder ausgesetzte Tiere auf, verwahren sie, gewähren ihnen tierärztliche Betreuung und vermitteln sie an neue Tierhalter
  • verfolgen und klären wir Tierquälereien auf
  • informieren wir zur Verhinderung von Verstößen gegen die zum Schutz von Tieren erlassenen Rechtsvorschriften über die art- und tierschutzgerechte Haltung und Ernährung von Tieren
  • verlangen wir die Abschaffung von Tierversuchen und Ersatz durch Alternativmethoden
  • fördern wir die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen
  • fordern wir die Beseitigung der tierquälerischen Haltungssysteme in der Nutztierhaltung
  • fordern wir das Verbot der tierquälerischen Transporte von Schlachttieren
  • fordern wir ein Verbot der tierquälerischen Haltung von Pelztieren.